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Die faszinierende Flora und Fauna in Ägypten in einer extremen Klimazone

Durch die Lage im subtropischen Wüstengürtel bedingt, ist das Klima trocken, heiß, mit großen täglichen Temperaturschwankungen infolge der starken Verdunstung über den vegetationsfreien Wüstenflächen. Im Frühjahr treten oft heiße Chamsin-Sandstürme auf; die Luftfeuchtigkeit sinkt dabei bis auf 10 Prozent. Die seltenen Niederschläge nehmen von 2 mm in Wadi Haifa im Süden unter dem Einfluss des Mittelmeeres an der Nordküste bis auf 214 mm in den Wintermonaten in Alexandria zu. Schon in Kairo herrscht jedoch Wüstenklima mit Temperaturen bis zu 45 Grad im Julimittel und 12 Grad im Januar-durchschnitt. Am Meer werden diese Werte auf 35 bzw. 14 Grad Celsius abgemildert, während es in der Sahara durchaus zu Nachtfrösten kommen kann.Der Wasserstand des Nils wird durch die Frühjahrsregen am Oberlauf des Blauen Nil bestimmt. Steigt dort die Flut ab April, so erreicht sie Assuan im Juni, wird jedoch voll vom Hochdamm gebannt und kann sich mit ihren fruchtbaren Überschwemmungen nicht mehr auswirken.

Der natürliche Bewuchs an Küstenstreifen, den Binnenseen und den Nilufern besteht heute aus Astragalusarten, Sesbania, Gänseblumen, Mohn, Ranunkel, Iris und Affodil. In den Teilen der Wüste, die gelegentlich Niederschläge erhalten, finden sich Zwergmimosen, niedrige Tamarisken und kleine Gräser. In den Oasen und entlang des Nils wächst eine Vielfalt von Dattelpalmen, Akazienarten und der Johannisbrotbaum. Seit jüngerer Zeit beheimatet sind die Baumarten Albizzia, Jacaranda, Flamboyant, Zypresse, Eukalyptus und Casuarinen. Sie dienen zum Teil als Windschutz. Unter der Tierwelt des heutigen Ägyptens vermisst man viele Arten, die nach den Darstellungen der alten Ägypter zu erwarten wären, darunter Krokodile, Nilpferde, Löwen und Giraffen. Sie sind ebenso wie Teile der einst üppigeren Vegetation völlig unbekannt. Die Wüsten sind heute durch Gazellen, Füchse, Schakale und Hyänen belebt. In den Oasen finden sich Wildkatzen, Luchse, Wildkaninchen, Fledermäuse und Chamäleons, in der Nähe von Siedlungen auch Skorpione. Ägypten kennt sehr giftige Schlangenarten wie die Hornviper und die ägyptische Kobra. Die Vögel der Wüste sind Adler, Milane, Sand- und Rebhühner und Wachteln. An den Wassern leben Wildenten, Gänse und Kraniche, in den Städten Schwalben und Millionen von Tauben.

Philipp Rüger

Philipp.rueger@one-internet.de

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