Die erste Waschmaschine
Schon im 17. Jahrhundert gab es erste Versuche das mühsame Wäschewaschen mit Hilfe einer Maschine zu vereinfachen und diese Arbeit für die Hausfrau zu erleichtern. In Großbritannien wurde 1691 bereits ein Patent für eine Waschmaschine angemeldet. Der Regensburger Jacob Christian Schäffer versuchte sich in Deutschland im 18. Jahrhundert an dieser Erfindung. 1767 veröffentlichte er die Schrift “Die bequeme und höchstvorteilhafte Waschmaschine”. Dieser Vorläufer der Waschmaschinen glich eigentlich eher einem Waschbrett mit Kurbel. Diese wurde von Hand betätigt und bewegte mehrere Holzwalzen, durch die die Wäschestücke gelassen wurden. Der Schmutz wurde quasi aus den Wäscheteilen herausgequetscht. Vor allem das bis dahin Kräfte zehrende Auswringen wurde dadurch stark erleichtert. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Geräte mit einem Dampfantrieb ausgestattet. 100 Jahre später wurde dann der Antrieb über einen Elektromotor gewährleistet. Die ursprüngliche Rührflügelwaschmaschine, in der die Wäsche durch das mechanische Aneinanderreiben gesäubert wurde, wich nun der sehr viel wirksameren Trommelwaschmaschine.
Die ersten vollautomatischen Waschmaschinen kamen in Amerika im Jahr 1946 und 1951 in Deutschland auf den Markt. Nur wenige Familien konnten sich die Anschaffung einer eigenen Waschmaschine leisten. So kamen findige Geschäftsleute auf die Idee, die Waschmaschinen zeitweise zu vermieten. Für die Hausfrauen der 50er Jahre war die Erfindung des Waschvollautomaten eine große Arbeitserleichterung. Das Wäschewaschen ging von nun an nebenher und die aufwändigen Waschtage entfielen. Auch benötigte man nicht mehr den Raum für eine eigene Waschküche. Schon bald waren die Geräte so klein, leise und sicher, dass sie in Bad oder Küche gestellt werden konnten. Heute sind Waschmaschinen für jeden erschwinglich und aus dem Haushalt nicht mehr weg zu denken.