Die Bindungsangst und die Verlustangst
Vorausgesetzt wir kennen das Gefühl bei einer Bindung, so kennen wir auch die Angst vor Verlust. Wenn man sich auf einen anderen Menschen einlässt, kann das also auch den Verlust desselbigen bedeuten. Wegen des heutigen schnellen Lebenswandels, der Veränderung der jetzigen Gesellschaft und der unterschiedlichen Einstellungen wird der Verlust herbeigeführt.
Die Situationen, die man in der Kinderstube erlebt hat, wo der kleine Mensch noch unerfahren war, sind ausschlaggebend. Manche entscheiden sich auf Grund der erlebten Dinge den Schmerz zu vermeiden, wobei sie keinerlei Beziehungen und engere Freundschaften eingehen.
In der Situation, in der andere eine Bindung eingehen und anfangen einander zu vertrauen, müssen diese Menschen genau dann erst lernen, was es bedeutet, einander zu Vertrauen.
Dieses Vertrauen ist sehr wichtig, um eine Beziehung normal zu führen und zu erhalten. Dies geschieht normaler Weise aus freiem Willen und entscheidet die anfangende Beziehung. Die Bindung zwischen Mutter und Kind sind für die Entwicklung des Kindes sehr wichtig.
Kommt es in dieser Entwicklungsphase zu einem Verlust, zum Beispiel die Trennung von der Mutter, wird eine Angst vor Bindungen und Beziehungen immer vorhanden sein. Positive Erlebnisse sind für Kinder überaus wichtig.
Die Nähe ist für uns Menschen sehr wichtig und eines unserer Hauptbedürfnisse. Der Schmerz und die Gefühle werden unterdrückt oder überspielt, wenn das Bedürfnis der Nähe nicht gestillt wird. In außergewöhnlichen Fällen wird dieses Bedürfnis nach Nähe von einem selbst abgetrennt um sich selber zu schützen. Dadurch erhält man eine Selbstkontrolle über dieses Bedürfnis und daher hat man Ängste über die Abhängigkeit besser im Griff.
Ein kaum vorhandenes Pflichtgefühl ist das größte Anzeichen einer Bindungsangst. Die Familie und Freunde berührt es auch besonders. Daraus wird meistens ein Einzelgänger. Ein dauernder Wechsel der bevorzugten Menschen entsteht oft daraus, somit kommt es zu nur kurzfristigen und nicht intensiven Begegnungen. Doch diese Problematik kann man durchaus in den Griff bekommen, beispielsweise mit Seminaren zur Persönlichkeitsentwicklung und Persönlichkeitsstärkung.
Marc Sachse