Die Begrifflichkeiten rund um die Limited
Im Gegensatz zum Beamtendeutsch, dem eine GmbH unterliegt, ist es bei einer englischen Limited die englische Sprache die sich mit vielen Begrifflichkeiten umgibt, die ein Laie so sicherlich nicht versteht. Zum Beispiel gibt es bei einer Limited den so genannten Annual Account. Dies ist ein Jahresabschlußbericht, der nicht nur am englischen House of Companies eingereicht werden muss, sondern auch die deutschen Behörden wollen diesen sehen. Bestandteil des Annual Account ist der Annual Report, der jährliche Geschäftsbericht und auch der Annual Return ist wichtig. Er beinhaltet die jährlich abzugebende Information wer die Limited führt, wo sie sitzt und über die Struktur des Unternehmens und die vorhandenen Gesellschafter Auskunft gibt. Auch der eben erwähnte Director liefert einen Geschäftsbericht ab. Diesen nennt man Directors Report und dieser ist ebenso Teil des eingangs schon erwähnten Annual Reports.
Neben dem oder den Director(s), also den öffentlichen Vertretern der Limited und dem oder den Secretary(s) (Vermittler der Gesellschaft zwischen dem Unternehmen selbst und den Behörden) können auch so genannte Auditors bestellt werden. Solch eine Bestellung ist bindend und verpflichtend und beinhaltet eine Wirtschaftsprüfung, bzw. eine Bilanzkontrolle durch eben diese Auditors.
Neben der Vertretung und Präsentation der Firma hat ein Director auch mit den Fiduciary duties zu tun. Dieser Begriff bezeichnet eine Vielzahl an Aufgaben des Directors, die er im Rahmen seiner treuhänderischen Verpflichtung täglich erledigen und beachten muss. Im gesamten Financial Year, also im gesamten und laufenden Geschäftsjahr sind die Fiduciary duties zu beachten. Abschließend bleibt dem Director auch noch die Wrongful trading rule. Diese Pflicht verlangt es dem Director im Falle einer Insolvenz ab Schadensbegrenzung zu betreiben.