Der thailändische Mondkalender
Der thailändische Mondkalender (Erläuterung)
In Thailand wird genauso wie in anderen ostasiatischen Staaten seit Jahrhunderten die buddhistischen Feiertage nach dem Mondkalender berechnet. Der Mondkalender in Thailand wird Chantarakati genannt. Der Kalender teilt das Jahr in zwölf Monate, die abwechselnd eine Länge von 29 und 30 Tagen haben. Der kurze Monat wird Düan Khaad genannt, der lange Düan Thäm. Der Monat wird zudem noch in zwei Hälften geteilt. In der einen Hälfte befinden sich die Tage des zunehmenden Mondes und ich der anderen die Tage des abnehmenden Mondes.
Monatsbeginn ist immer der erste Tag des zunehmenden Mondes (Wan Küün Nüng Kham). Der Vollmondtag in der Mitte des Monats heisst Wan Küün Sip haa Kham. Der letzte Tag des ungeraden Monats heisst Wan Rääm Sip Sii Kham und der letzte Tag des geraden Monats heisst Wan Rääm Sip Haa Kham.
Die Monate im thailändischen Mondkalender haben keine Namen sondern es wird einfach durchnummeriert. Das neue Mondjahr beginnt entweder im November oder Dezember. Was die Sache für den Aussenstehenden noch etwas komplizierter macht, ist die Tatsache, dass der Kalender auch noch drei verschiedene Jahreslängen kennt. Das normale Jahr hat 354 Tage, ein weiteres hat 355 Tage, wobei da ein Schalttag an einen kurzen Monat angefügt wird und schlussendlich gibt es noch das sogenannte Athikamas-Jahr, dass mit 384 Tagen über einen Schaltmonat verfügt.
Der thailändische Mondkalender ist eingebettet in ein noch viel umfassenderes System, dem des 120-jährigen Kalenders, den man Nagasatra nennt. Hier finden sich im 12 jährigen Rhythmus die aus dem chinesischen Horoskop bekannten Tierkreiszeichen wie zum Beispiel Ratte, Schwein, Drache usw. wieder.
Jörg Meyer