Der Satan im Neuen Testament
Nachdem wir im Beitrag über den Satan im Alten Testament gesehen haben, dass dieser vor allem als Ankläger und Verführer der Menschen geschildert wird, so möchten wir nun seine Stellung in Neuen Testament untersuchen.
Als An- oder Verkläger wird der Teufel Teufel im Neuen Testament nur noch im Buch der Offenbarung beschrieben, wo es über ihn heißt: „Denn hinabgeworfen ist der Verkläger unserer Brüder, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagte“ (Offenbarung 12,10).
Bezeichnet wird der Teufel auch als Beelzebul, den obersten der bösen Geister (Dämonen), wie in Matthäus 10,25 und 12,24. Er wird in neutestamentlicher Zeit auch als der Herrscher über diese Welt, teilweise sogar als „Gott diese Welt“ bezeichnet (2. Korinther 4,4). So versuchte der Teufel Jesus Christus in der Wüste dazu zu verführen, ihn anzubeten, wofür er ihm als Gegenleistung alle Reiche dieser Welt anbot. Doch Christus war stärker und widerstand dieser List des Teufels (Matthäus 4,1ff.).
Doch auch weniger schmeichelhafte Attribute werden auf den Teufel gemünzt. Der Apostel Johannes nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er konstatiert: „ Der Teufel ist von Anfang an ein Mörder gewesen und hat niemals etwas mit der Wahrheit zu tun gehabt, weil es in ihm keine Wahrheit gibt. Wenn er lügt, so entspricht das seinem Wesen; denn er ist ein Lügner und alle Lüge stammt von ihm. (Joh. 8,44).
Auch wird der Teufel als jemand beschrieben, der sich gerne verstellt und sich als einen Engel des Lichts ausgibt: „Denn der Satan selbst nimmt die Gestalt eines Engels des Lichtes an; es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen” (2 Kor. 11,14).
Gerade in Bereichen wie Lichtarbeit und Esoterik sehen wir diesen Bibelvers bestätigt.
Jedenfalls ist es auch heute noch die teuflische Absicht, die Menschen zu täuschen, zu verführen und zu Sünde zu verleiten. Wie es im Buch Timotheus heisst, ist es sein Ziel, die Menschen für seine Absichten zu missbrauchen: “Vielleicht gibt Gott ihnen die Gelegenheit zur Umkehr und lässt sie zur Besinnung kommen, so dass sie die Wahrheit erkennen. Dann können sie sich aus der Schlinge befreien, in der sie der Teufel gefangen hatte, um sie für seine Absichten zu missbrauchen.” (2 Tim. 2,25-26).
Doch das Neue Testament geht auch darauf ein, dass die Menschen selbst Kinder des Teufels sein können, wenn sie diesem folgen: „Wer die Sünde tut, ist aus dem Teufel“ (1. Johannes 3,8).
Beruhigend ist, dass Jesus Christus den Teufel entmachtet hat und die Schuld der Menschen auf sich genommen hat, für alle die glauben. So heisst es im Kolosserbrief: „Er hat die Gewalten und die Mächte völlig entwaffnet.“ (Kolosser 2,15).
Der Teufel ist als besiegt und muss keine Gefahr mehr sein. Wer sich ihm allerdings nähert, durch Satanismus, Okkultismus, Esoterik oder Astrologie kann nach wie vor in seine Fänge geraten.
Eckart Haase