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Der Satan im Alten Testament

Die Bibel ist in erster Linie das Wort Gottes. Die Hauptperson ist Gott selbst und sein eingeborener Sohn Jesus Christus.
Doch auch der Teufel (Satan) wird in der Bibel nicht unerwähnt gelassen. In diesem Beitrag soll der Teufel vor allem im Lichte des Alten Testamentes betrachtet werden. Bereits ganz am Anfang der Bibel tritt er als die Schlange auf, die Eva dazu verführte, in den Apfel vom Baume der Erkenntnis zu beißen (1 Mose 3ff.) Dies war der sogenannte Sündefall und Adam und Eva wurden aus dem Garten Eden vertrieben.

Das Wort Satan bedeutet auch soviel wie Widersacher. Im Alten Testament wird er denn auch als Widersacher im Sinne von Ankläger aufgefasst. So heisst es in Psalm 109,6: „Bestelle einen Gottlosen über ihn, ein Verkläger trete zu seiner Rechten“. Und im Buch Hiob verklagt der Satan Hiob im Himmel. Der Teufel muss also zu dieser Zeit noch Zutritt zum Himmel gehabt haben (Hiob 1,6ff.). Ähnliches wird uns im Propheten Sacharja geschildert, wo der Teufel den Hohepriester Joschua vor Gott anklagt (Sacharja 3,1ff.).

Der Teufel war zunächst ein vollkommenes Wesen, erschaffen von Gott. Doch dann wollte er Gott gleich sein, oder ihn sogar noch übertreffen und fiel so in Sünde. Im Buch Hesekiel wird dieser Sachverhalt aufgegriffen: „Du warst die Vollkommenheit selbst, voll Weisheit und erlesener Schönheit. In Eden, dem Gottesgarten lebtest du. Vollkommen warst du in deinen Wegen von dem Tag an, als du geschaffen wurdest, bis sich Unrecht an dir fand. Durch die Menge deines Handels fülltest du dein Innerstes mit Gewalttat und sündigtest. Und ich verstieß dich vom Berg Gottes und trieb dich ins Verderben, du schirmender Cherub, aus der Mitte der feurigen Steine. Dein Herz wollte hoch hinaus wegen deiner Schönheit, du hast deine Weisheit zunichte gemacht um deines Glanzes willen.“ (Hesekiel 28,14ff.)

Das war also das Problem des Teufels. Er war zunächst vollkommen, schön und weise. Erst als er sich über Gott erheben wollte, wurde er zum Todfeind Gottes und Ankläger der Menschen. Auch der Prophet Jesaja berichtet darüber:
“Du Morgenstern, wie konnte es geschehen, dass du vom hohen Himmel niederstürztest? … In deinem Herzen hast du beschlossen: Ich steige immer höher, bis zum Himmel. Dort oben will ich meinen Thron errichten. Ich will noch höher sein als Gottes Sterne. Dann endlich gleiche ich dem Allerhöchsten! … Doch in den Abgrund wurdest du geworfen, bis auf den tiefsten Grund der Totenwelt!” (Jesaja 14,12f.).

Im weiteren Verlauf des Alten Testamentes tritt der Teufel immer wieder einmal auf, oft auch durch von ihm beeinflusste Menschen, die dem Volke Israel schaden wollten, oder Gottes Willen zunichte machen wollten. Und so wirkt der Teufel auch heute noch vor allem als Zerstreuer, Verführer und Blender.

Zu einem vernünftigen Bibelstudium gehört auch die Analyse der Teufels und seines Schicksals. Er ist keineswegs ein gleichberechtigter Gegenspieler Gottes, sondern ein von Gott erschaffenes Wesen, das in Sünde fiel und entmachtet wurde. Über seine Entmachtung berichtet das Neue Testament. Jesus Christus besiegte den Teufel endgültig durch sein Opfer am Kreuz. Doch dies soll Gegenstand eines weiteren Beitrages auf dieser Seite sein.

Eckart Haase

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