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der chinesische Pianist Lang Lang

Er ist derzeit der gefeierte Shootingstar in der Klassikszene: der chinesische Pianist Lang Lang. Egal wo er welches Werk zum Besten gibt, Publikum und Presse liegen ihm zu Füßen. Schon jetzt gilt er als einer der weltbesten Pianisten und wird - obwohl er erst Mitte 20 ist - bereits als Jahrhundertpianist gehandelt.
Lang Lang wurde am 14. Juni 1982 im chinesischen Schenyang geboren und es ist schon eine kuriose Geschichte, wie er seine Liebe zum Klavier entdeckte. Demnach hatte er sich als Zweijähriger eine Folge der Zeichentrickserie Tom&Jerry angesehen, in der Tom die Ungarische Rhapsodie von Franz Liszt auf dem Klavier spielte. Von da an war für ihn klar, dass er unbedingt selbst Klavier spielen wollte. Seine Eltern nahmen diesen Wunsch ernst und kauften ihm ein Klavier. Die Mutter brachte ihm das Notenlesen bei und der Vater gab ihm den ersten Klavierunterricht. Ein Jahr später übernahm ein professioneller Klavierlehrer den Unterricht des Jungen, sein Vater ist bis heute ein lausiger Pianist, wie Lang Lang selbst schreibt.
Bereits als Fünfjähriger gewann er seinen ersten Klavierwettbewerb in Schenyang und gab daraufhin erste öffentliche Konzerte.
1991 zog Lang Lang zusammen mit seinem Vater nach Peking, um am dortigen Zentralen Musikkonservatorium ein Klavierstudium aufzunehmen. Hier hätte seine kurze Karriere beinahe ein jähes Ende genommen, denn er wurde zunächst wegen Talentlosigkeit vom Konservatorium entlassen. Erst ein Empfehlungsschreiben aus seiner Heimatstadt Schenyang ermöglichte ihm erneut ein Studium. Sein neuer Lehrer wurde der renommierte Professor Zhao Ping-Gou und Lang Langs Aufstieg ließ sich nicht mehr aufhalten.
1994 gewann er den ersten Preis beim Vierten Wettbewerb für Junge Pianisten im Ettlingen und wenig später den Tschaikowsky-Wettbewerb für junge Musiker in Japan.

Andreas Reer

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