Der Bambusparkett
Wenn man sich einmal für die Verlegung von Dielen oder Parkett entschieden hat, also sich eindeutig gegen Fliessen oder Laminat als Bodenbelag ausspricht, sollte sich ruhig auch einmal über den Bambusparkett als Alternative Gedanken machen. Allerdings muss man vorneweg gleich bedenken, dass Bambusparkett streng genommen eigentlich kein Bodenbelag aus Holz ist. Rein botanisch gesehen zählt Bambus nicht zu den Holzgewächsen, sondern zu den Gräsern und somit ist Bambusparkett konsequenterweise kein Holzfußboden. Dennoch weißt ein aus gedämpftem Bambus hergestellter Fußboden dieselben Eigenschaften auf, wie ein Fußboden aus Holz bzw. reichen nahe an diese hin. Bambus, der zu Parkett verarbeitet ist, hat kaffeebraune Farbe. Er ist härter als Holz und schwindet und quillt weniger als der gelblichfarbene ungedämpfte Bambus. Aus diesem Grund trägt der gedämpfte Bambus die Bezeichnung „Coffee“. Bambusparkett besteht aus vielen zusammengefügten Lamellen in der Größe 5×20 und kann je nach Untergrund auf diesen genagelt, geklebt, geschraubt oder schwimmend verlegt werden. Man sagt dass Bambusparkett etwa 30% härter ist als Eiche und somit widerstandsfähiger als Holz. Außerdem ist es auch 50% günstiger als Eiche. Dieses sind Gründe, die Bambus als Bodenbelag auch hierzulande immer beliebter macht. Er sieht nicht nur schön aus, sondern ist auch sehr robust und stellt somit eine echte Alternative zum herkömmlichen Parkett oder zu Dielen dar. Allerdings darf man hier nicht aus den Augen verlieren, dass Bambus Importware ist und daher muss man besonders darauf achten, dass er nicht chemisch belastet ist, sonst wird er recht schnell für Unwohlsein und Gesundheitsschäden, von denen vor allem Krabbelkinder bedroht sind, sorgen.
nicola lavacca
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