Psychosen und Neurosen 3. Definition von Neurosen
Neurosen sind Erkrankungen, die aus unbewußten, seelischen Konflikten resultieren. Sie äußern sich im Verhalten (Symptome, Handlungen, Gedanken, Persönlichkeitsmerkmale). Die unbewußten seelischen Konflikte gehen dabei auf erhalten gebliebene und wiederbelebte Triebwünsche aus der früheren Kindheit und auf die Abwehr solcher Wünsche zurück.
Man spricht von Neurosen, wenn vier Voraussetzungen gegeben sind:
Konfliktsituation bezogen, die aber weder für den Kranken, noch für seine Umwelt
sofort zu durchschauen ist, da dieser Konflikt im wesentlichen unbewußt bleibt.2. Neurotiker sind in ihrem Charakter verstimmbar, selbstunsicher, oft ängstlich und
gehemmt. Am meisten fällt eine konflikthafte und ambivalente Einstellung zu
anderen Menschen auf. Der Neurotiker ist in seiner Gefühlsbeziehung zu sich selbst,
zu der Welt und zu anderen Personen gestört.3. Beim Neurotiker läßt sich häufig eine Fixierung an bestimmte infantile Komplexe
feststellen. Diese Komplexe sind unverarbeitet, affektiv überwertige, unbewußte
Vorstellungen oder Gefühlsinhalte, die aus der Vergangenheit kommend, die
Gegenwart und die gesamte Weltbeziehung bestimmen und daher stören. Zugleich
bleiben dadurch elementare Lebensbereiche unterentwickelt, z.B. die leibliche oder
auch sexuelle Selbstbejahung, die zärtliche oder auch aggressive Spontanität, die Fähigkeit zu Geben und zu Nehmen, die Hingabefähigkeit.
Zwangsgedanken, Zwangsimpulse, Zwangsneurosen, Verstimmungen und so
weiter. Beim Fehlen solcher Symptome bestehen dann charakterliche Fehlhaltungen
von Krankheitswerten, eventuell auch sexuelle Perversionen.Bestandteil des Referats “Psychosen und Neurosen” … zum Inhaltsverzeichnis