Debitorenbuchhaltung
Die Debitorenbuchhaltung beschäftigt sich in erster Linie mit der Erfassung der Forderungen, dem so genannten Forderungsmanagement, der Einschätzung des finanziellen Risikos und gegebenenfalls mit der Einleitung des Mahnweges.
Zur Erfassung der Forderungen gehört in der Regel auch eine statistische Erfassung der Außenständer verschiedener Kunden. So wird das Zahlverhalten über einen bestimmten Zeitraum verfolgt und entsprechend festgehalten.
Zum Forderungsmanagement gehört dann der entsprechende Umgang mit diesen Informationen. So wird beispielsweise bei Frühzeitiger Zahlung die Überweisung eines Skonto-Betrags an den Kunden veranlasst oder bei einem Versäumnis der Zahlung der Forderungen eine Erinnerung verschickt oder ein Mahnverfahren eingeleitet.
Das finanzielle Risiko bezieht sich hierbei zum einen auf das Zahlverhalten der Debitoren – So der Fachbegriff der Kunden in der Debitorenbuchhaltung – und der Einschätzung wann und ob die Zahlung erfolgen kann und wie und ob entsprechend zu reagieren ist. Etwa durch die Einleitung eines Mahnweges oder die Streichung verschiedener Vergünstigungen in der Zukunft, so wie beispielsweise der Gewährung von Rabatten. Zum anderen wird bei der Einschätzung des finanziellen Risikos in der Debitorenbuchhaltung aber auch kalkuliert, ob und in welcher Höhe die noch ausstehenden Forderungen bereits wieder finanziell verplant werden können. Bei Durchweg unsicheren Zahlungen der Debitoren empfiehlt sich die Nutzung sogenannter Factoring Unternehmen, um den finanziellen Fortbestand der Firma zu sichern. Das entsprechende Factoring Unternehmen finanziert in diesem Falle die Forderungen komplett vor und schließt somit eventuelle Lücken im Cashflow.
Wer sein Debitorenmanagement auf ein Factoring Unternehmen verlagert kann lästige Anstrengungen, wie beispielsweise das in Gang setzen eines Mahnweges, auch abgeben und sich somit wieder primär der eigenen Produktion widmen. Gerade in jüngster Zeit werden Factoring Unternehmen immer öfter Anspruch genommen, da hier in der Regel keinerlei Nachteile entstehen, die finanzielle Sicherheit des eigenen Unternehmens jedoch nachhaltig gestärkt wird.
Philipp Rüger
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