Datenübertragung mit Hochgeschwindigkeit - VDSL
DSL kennt und nutzt zum jetzigen Zeitpunkt ein Großteil der deutschen Bevölkerung. Aber worum handelt es sich bloß bei VDSL? Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich die komplizierte Bezeichnung Very High Speed Digital Subscriber Line. Diese Art der asymmetrischen DSL-Technik bietet eine vergleichsweise hohe Datenübertragungsrate über gebräuchliche Telefonleitungen. Die Übertragungsrate übertrifft sogar die von ADSL. Momentan werden 25 Mbit/s erzielt, geplant sind jedoch 50 Mbit/s.
Insgesamt existieren zwei VDSL-Standards, welche von der Internationalen Fernmeldeunion festgelegt wurden. Während VDSL1 bis zu vier Frequenzbänder benutzt, basiert VDSL2 auf dem Übertragungsverfahren Discrete Multitone, abgekürzt DMT. Ermöglicht wird VDSL mit Hilfe einer Mischung aus Kupfer- und Opalglasfaserleitung.
Derzeit wird das VDSL2-Netz in Deutschland von T-Com ausgebaut und es gilt inzwischen als das größte weltweit. Es wird aktuell darüber diskutiert, dieses Netz der Deutschen Telekom von der Marktregulierung auszunehmen. Das bedeutet, dass es womöglich nicht für Wettbewerber geöffnet wird.
T-Com bietet im Moment zwei VDSL2-Pakete an. Beide funktionieren nach dem Motto Triple Play. Das bedeutet, dass mittels dieses Übertragungsverfahrens Internetdaten, Internettelefonie und Fernsehprogramme in HDTV-Qualität empfangen werden können. Auch Festnetztelefonie lässt sich mittlerweile problemlos in diesen Frequenzbereich übertragen.
Bisher sind die zwei T-Com-Angebote noch recht teuer und lohnen sich für den durchschnittlichen Privatnutzer kaum. Nur wer tatsächlich die drei genannten Bestandteile zur gleichen Zeit parallel benutzt, also gleichzeitig Daten herunterlädt, über das Internet telefoniert und Breitbandfernsehen bezieht, sollte über die Anschaffung von VDSL nachdenken. Für alle anderen Nutzer genügen herkömmliche Downstreamgeschwindigkeiten durchaus.
Autor: Maik Wildemann
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