Datenrettung – Verhaltenstipps
Die Festplatte ist defekt, die CD/DVD läßt sich nicht lesen, der USB-Stick reagiert nicht, etc. Wir werden nervös, die innere Unruhe steigt, wir handeln teilweise unüberlegt und die Daten können schnell gänzlich verloren gehen. Deshalb sollten wir einige Grundregeln beachten und dann sehr rational die mögliche Datenwiederherstellung angehen.
Oberstes Gebot ist die eigene, nervöse Psyche zu beeinflussen, denn wie sollen Daten so schnell komplett verloren sein. Mit geeigneter Rekonstruktionssoftware und im Notfall einem PC-Spezialisten ist so einiges Unvorstellbare Realität. Nach erster logischer Überlegung sollten wir feststellen, ob es sich um ein Hardware- oder Softwareproblem handeln könnte. Beispielsweise bei einem vermeintlichen Festplattencrash (Blitzschlag) sollte der Computer generell ausgeschalten bleiben beziehungsweise wenn er bereits wieder angemacht wurde, nicht weiter selbst daran herumgespielt werden. Hier hilft meist nur noch ein professionelles Datenrettungssystem von Spezialisten (Datenrettungslabors), die dann auch unverzüglich gerufen werden sollten. Geeignete Anbieter dieser Dienstleistung sollten deshalb im voraus ausfindig gemacht werden und deren Adresse immer gut aufbewahrt sein.
Das Gleiche gilt dann natürlich auch bei Überwässerung des Rechners (z.B. verschüttetes Getränkeglas, Reinigungsmittel, etc.). Normale Lufttrocknung – ohne Zuhilfenahme von Heißgeräten (Fön) – mit anschließendem Spezialistencheck sind die geeignete Maßnahme zum Datenerhalt.
Handelt es sich um Defekte von oder an Speichermodulen (Diskette, CD, DVD, USB-Stick), ist eine Datenrettung am eigenen Gerät nicht immer empfehlenswert. Wurden die Speicherkapazitäten Feuchtigkeit, extremer Hitze, Verdreckung, Korrosion, etc. ausgesetzt, kann der Rechner damit ebenfalls stark beschädigt werden. Eine vorherige Behandlung in sogenannten Reinräumen, oftmals im Computerfachgeschäft möglich, löst dieses Problem sehr kostengünstig. Hier ist dann auch meist die Möglichkeit der Ansicht mit Hilfe eines Experten gegeben.
Bei normalen Datenverlusten, deren Plötzlichkeit nicht immer erklärbar und nachvollziehbar ist, können Spezialsoftwareprogramme eine geeignete Lösungsvariante sein. Diese sind im Internet in großzügiger Auswahl erhältlich und es sollte sich ebenfalls bereits zum Zeitpunkt vollständiger Funktionalität mit der eventuellen Problematik befaßt werden, damit eine schnelle Eigenhilfe im Ernstfall ermöglicht ist.
Autor: Claudia Falk
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