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Datenrettung ist eine ständige Aufgabe

Das Wissen der Menschheit musste von jeher in irgendeiner Form konserviert werden. Ursprünglich wurde es von Mund zu Mund weitergereicht. Als die Schrift erfunden wurde, konservierte man die Daten auf Stein und später auf Papier. Papier ist organisches Material und im Zeitverlauf von einem Zerfallsprozess betroffen. Seit der Zellstoff für das Papier mit Hilfe von Säure gebleicht wird, wurde der angesprochene Zerfallsprozess noch beschleunigt.

Damit das Wissen vergangener Zeiten nicht verloren geht, gilt es das zu Papier gebrachte Wissen zu konservieren. Man kann in diesem Zusammenhang von Datenrettung sprechen. Eine professionelle Datenrettung ist deshalb notwendig, weil man heute noch nicht weiß, ob das Wissen vergangener Epochen in Zukunft nicht doch noch einmal gebraucht wird. So manche Erfindung, die in der Vergangenheit nicht erfolgreich war, kann bei neuen, geänderten Umweltbedingungen noch einmal einen zweiten Frühling erleben. Man denke nur an den Sterlingmotor, oder auch an die Renaissance des Hanfs als Textilpflanze.

Wenn eine solche Renaissance einmal Realität wird, ist es von unschätzbarem Nutzen, sofern man dann auch das Wissen der Vergangenheit zurückgreifen kann. Aus diesem Grunde ist es nur konsequent, wenn professionelle Dienstleister die Bücher ganzer Bibliotheken vor dem Zerfall retten. Die Aufgabenstellung „Datenrettung Buch“ und tatsächlich vergleichbar mit der Aufgabe „Datenrettung Festplatte“ mit der die modernen Datenretter heute ungleich häufiger konfrontiert sind.

Ist die Herkulessaufgabe der Datenrettung der Daten vom Zerfall bedrohter Bücher bewerkstelligt und die Daten digitalisiert auf einer Festplatte abgespeichert, dann kann man sich gedanklich schon einmal mit der Frage beschäftigen, wie man diese Daten für die Datenspeicher der Zukunft fit macht.

Klaus-Martin Meyer

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