Das Tagebuch
Eine Art autobiografische Aufzeichnung in zeitlicher Reihenfolge ist vergleichbar mit dem Tagebuch. Ziel eines Tagebuchs ist die „ Linie des eigenen Lebens“. Es gibt einen Eindruck des Erlebten wieder. Erlebnisse, Stimmungen und Gefühle werden aber ebenso aufgezeichnet. Ein Kennzeichen der Tagebücher ist, dass sie regelmäßig weitergeführt werden. Das Tagebuch verfolgt nicht das Ziel veröffentlicht zu werden, sondern wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit verfasst. Führt man das Tagebuch online, wird es kurz Blog genannt.
Die Ausdrucksweise eines Tagebuchs kann sehr unterschiedlich sein. Möglich ist alles: von der ganz normalen Alltagssprache, bis hin zu einem hohen sprachlichem Kunstwerk. Typisch für den sprachlichen Stil ist der bruchstückhafte Schreibstil. So werden zum Beispiel Gedanken nicht weiter geführt oder nur ansatzweise ausgeschrieben. Häufig erkennt man diese Unterbrechungen an Ersetzungen durch Punkte oder Gedankenstriche. Gelegentlich ist es sogar so, dass die Tagebuchführung für Tage unterbrochen wird und die Gedanken erst später weitergeführt werden, dies machen aber auch schon einige in einem Online Tagebuch.
Eigentlich ist es so, dass Tagebücher privat geführt werden, wobei der Trend auch immer mehr in die Richtung von Blogs geht. Blogs sind eine Art von Onlinetagebüchern, die, die jeder auf der Welt lesen kann, wenn es sich dafür interessiert. Die Beurteilung der eigenen Gedanken zeigt sich in den meisten Fälle erst später, wenn sich Ereignis im Kopf ein bisschen gelegt hat, oder das Geschehne vergangen ist. Der Ausdruck von privaten Tagebüchern ist meistens direkter und unvermittelter als die, die der Veröffentlichung dienen. Mehrere Studien haben bereits beweisen, dass das Schreiben von Tagebüchern heilende Kräfte hat. Ein Online Diary ist auch in dieser Hinsicht gut, denn hier kann man sich auch noch leicht anderen Menschen mitteilen. Besonders gut wirkt sich das Schreiben aus, wenn man negative Erfahrungen gemacht hat. Manche Menschen können durch das Schreiben mit den Ereignissen und dem Geschehenem besser abschließen, wenn sie es aufgeschrieben haben. Mache Verfasser nehmen sogar eine andere Perspektive ein, damit sie beim Schreiben nicht mehr das Gefühl haben, selbst in dieser Situation gewesen zu sein.