Das Fertighaus wird immer beliebter
Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern und besonders im Vergleich zu den USA ist der Anteil der Fertighäuser am Gesamtaufkommen der Herstellungsarten im Hausbau in Deutschland sehr gering.
Dies gründet sich vor allem in der Tatsache, daß dem deutschen Häuslebauer die Vorstellung eines massiven, Stein auf Stein, von Maurerhand gebauten Hauses immer noch mehr Vertrauen einflößt, als die manchmal auch unbegründete Voreingenommenheit gegenüber einem Fertighaus.
Dabei ist das Fertighaus in seiner heutigen modernen Form, mit den höchsten Ansprüchen an Qualität und Technik, dem Massivhaus in nichts unterlegen.
Gerade in Bezug auf Schall- und Wärmedämmung kann das Fertighaus mit jedem Massivhaus konkurrieren. Die Niedrigenergie-Standards und die Vorgaben eines Passivhauses werden ohne Probleme gemeistert. Dies belegt eindrucksvoll eine im Ratgeber Fertighaus vorgestellte Untersuchung.
Diese Tatsachen scheinen sich nun auch langsam bei den Bauherren durchzusetzen. Ein Beleg dafür sind die vom Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) vorgestellten Zahlen für das Jahr 2006.
Insgesamt gab es im Jahre 2006 in Deutschland eine deutliche Verringerung der Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser. Trotzdem stieg die Anzahl der Baugenehmigungen für Fertighäuser.
In absoluten Zahlen sank die Anzahl der genehmigten Ein- und Zweifamilienhäuser auf 133.189 Stück. Die Anzahl der genehmigten Fertighäuser stieg jedoch auf 18.934 Stück. Wenn die prozentuale Veränderung auch nur gering ist, (Steigerung um 0,6%) so kennzeichnet es doch einen Trend zum Fertighaus.
Der Anteil der Fertighäuser am Gesamtmarkt für den Hausbau entwickelte sich in den letzten Jahren langsam aber kontinuierlich von knapp 13% im Jahre 2004 über 14,1% im Jahre 2005 auf jetzt 14,2%.
Damit bestätigt sich die Tendenz, daß das Fertighaus in Deutschland immer beliebter wird. Begründet wird es auch damit, daß die Verwendung ökologischer Baustoffe, wie Holz, letztendlich beim Verbraucher ankommt. Auch die absolute Gleichwertigkeit bezüglich Schall- und Wärmedämmung vermag den Aufwärtstrend der Fertighäuser zu unterstützen.
Nach den Untersuchungen des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau ist die Fertigbauweise besonders beliebt in Baden-Württemberg mit einem Marktanteil von 23,1 Prozent. Es folgen Hessen (21,4), Rheinland-Pfalz (20,1), Bayern (15,7) und Berlin/Brandenburg (15,6).
Wer also seinen Hausbau plant, sollte nicht vergessen sich umfassend auch über das Fertighaus zu informieren. Wichtige Unterstützung mit Informationen und Ratschlägen erhalten Sie im Ratgeber Hausbau.
Harald Rupp