Chinesischer Tee
China ist die Wiege des Tees. Er wird dort bereits seit vielen Jahrtausenden getrunken und auch heute noch ist China nach Indien der zweitgrößte Teeproduzent. Allerdings werden die wertvollsten Sorten nicht exportiert, sondern direkt in China getrunken.
Wann der Teeanbau in China begonnen hat, ist nicht eindeutig bekannt. Es ist jedoch nachgewiesen, dass es im Jahr 221 v. Chr. bereits eine Teesteuer gab. Ursprünglich wurden Blätter frisch vom Strauch gezupft und in heißes Wasser gelegt. Da aber die frischen Blätter sehr schnell ihr Aroma verlieren und verderben, wurden Methoden entwickelt, den Tee zu trocknen, um ihn auf diese Weise zu konservieren.
In China wird hauptsächlich grüner Tee hergestellt. Aber auch weiße Tees, Pu-Erh, Oolong und gelbe Tees werden produziert.
Grüner Tee ist nicht fermentiert. Um diesen natürlichen Prozess zu unterbinden, werden die Teeblätter nach der Ernte kurz geröstet oder gedämpft. Deshalb bleiben fast alle in den Blättern enthaltenen Wirkstoffe erhalten.
Eine besondere Kostbarkeit unter den chinesischen Tees ist der weiße Tee. Dies verdankt er der besonders sorgfältigen Auswahl der Teeblätter und -sträucher. Nur die ungeöffneten Blattknospen der im Süden Chinas gelegenen Provinz Fujian angebauten Teesträucher werden verwendet. Gelber Tee, der ein länger gelagerter weißer Tee ist, wird nicht exportiert, sondern nur in China getrunken.
Zur Herstellung von Pu-Erh werden die Teeblätter gepresst und spezifische Bakterien können dann den ursprünglich grünen Tee in zum Teil jahrelanger Lagerung in den roten Pu-Erh Tee verwandeln.
Oolong ein nur teilweise fermentierter Tee. Der Prozess wird nach einiger Zeit durch Erhitzen der Blätter gestoppt. Sein Geschmack unterscheidet sich ganz erheblich von grünem und schwarzem Tee.
Zu den klassischen chinesischen Tees zählen auch einige aromatisierte Sorten, vor allem Rosen- und Jasmintee. Zur Herstellung dieser Sorten werden den Tees nach der Ernte frische Blüten zugesetzt. Nach einiger Zeit werden sie entfernt und durch frische ersetzt. Dadurch nehmen die Tees nach und nach das Aroma der Blüten an.