Behindertenförderung durch professionelles Webdesign
Körperbehinderte können auf vielfältige Weise gefördert werden, aber einer der größten Knackpunkte liegt immer noch in größeren Einschränkungen bei der privaten Weiterbildung von sehbehinderten Menschen. Es gibt nur eine überschaubare Anzahl an Fachbüchern, Unterhaltungslektüre und Lexika, die man auch in Blindenschrift kaufen kann. Andererseits gibt es viele sehbehinderte Menschen, die gern etwas über fremde Länder erfahren oder sich in anderen Fachbereichen informieren möchten.
Die Webdesigner haben die Möglichkeit, durch ein barrierefreies Webdesign ein ganzes Stück zur Erweiterung des Bildungsangebotes für sehbehinderte Menschen beitragen zu können. Doch nicht nur in Bezug auf das Bildungsangebot gibt es hier großen Nachholbedarf. Für sehbehinderte Menschen ist es deutlich einfacher, persönliche Nachrichten via Mail an den Mann zu bringen als ihren Brief zur Post bringen zu müssen. Das gilt auch für das Management ihres Bankkontos. Durch das Erlernen des Zehnfingersystems zur Eingabe über die normale Tastatur können sie ihre Inhalte wie jeder sehende Nutzer auch eintippen und über spezielle Browser die von ihnen gewünschten Domains aufrufen.
Hat der Webdesigner auf ihre besonderen Bedürfnisse bei der Gestaltung des Layouts und bei der technischen Umsetzung Rücksicht genommen, können sie sich die Inhalte entweder über eine Blindenschriftleiste der Tastatur oder aber in Form von Sprachausgabe wiedergeben lassen. Das KO Kriterium einer Website ist für sie, wenn die Navigation und die Funktionsaufrufe vom Webdesigner sehr verteilt angeordnet worden sind. Um sich in ihre Lage versetzen zu können, sollte der Webdesigner einen kleinen Praxistest machen und versuchen, sich mit verbundenen Augen mit Hilfe von Accessibility oder Logox auf seiner eigenen Seite orientieren zu können.