Banking in der Westentasche
Während sich Online Banking, also der Zugang zum eigenen Konto oder Depot über den heimischen Rechner, bereits längst durchgesetzt hat, steckt eine andere Technik hierzulande noch in den Kinderschuhen. Die Rede ist vom Mobile Banking, also der Erledigung von Bankgeschäften per Handy oder PDA. Nutzen derzeit rund ein Drittel aller Verbraucher Online Banking als Zugang zu ihrem Konto, so liegt die Benutzerzahl beim Mobile Banking noch im Promillebereich. Dabei hat diese Zugangsform die besten Voraussetzungen, denn statistisch gesehen kommt auf jeden Bundesbürger mehr als ein Handy. So ist es denn auch kein Wunder, dass bei immer mehr Handynutzern der Wunsch aufkommt, über ihren ständigen Begleiter auch auf Depot und Girokonto zugreifen zu können. Dabei sind es vor allem Kunden mit hoher Aktivität und entsprechenden Transaktionsvolumen, die die Möglichkeit, per Handy Geldgeschäfte und Transaktionen tätigen zu können, nutzen wollen. Im Vergleich zum Online Banking hat Mobile Banking den unschlagbaren Vorteil, dass fast jeder Verbraucher sein Handy immer dabei hat. Er kann darüber also jederzeit Kontostände abfragen, Überweisungen auslösen oder Transaktionen im Depot tätigen. Hier sind in erster Linie die Kreditinstitute gefragt, den Kunden komfortable Zugangslösungen anzubieten, mit denen sie auch auf den recht kleinen Handydisplays komfortabel ihre Eingaben machen können. Wer Mobile Banking nutzen will, sollte bei einem bestehenden Depot oder Girokonto bei seiner Bank nachfragen, ob diese Zugangsform bereits angeboten wird oder doch wenigstens geplant ist, denn nicht alle Banken setzen auf diesen Trend. Oftmals wird das mit der Angst vor dem Missbrauch der Kundendaten begründet. Dabei sind Handys und PDAs mindestens genauso sicher wie ein PC, der fürs Online Banking genutzt wird. Verbraucher, die auf der Suche nach einem neuen Girokonto oder Depot sind, sollten die Verfügbarkeit von Mobile Banking in ihre Auswahlkriterien einbeziehen, denn wenn sie einmal ein Depot oder Konto bei einem Kreditinstitut eröffnet haben, welches dieses Zugangsverfahren nicht einzuführen plant, hilft nur ein neuerlicher Kontowechsel, der wieder mit Aufwand verbunden ist.