Autokredit
Der Autokredit gehört zu den so bezeichneten Spezialkrediten und wird den Autokäufern im Zusammenhang mit dem Kauf eines neuen oder gebrauchten Fahrzeuges zu besonders günstigen Konditionen über die Autohändler angeboten.
Insbesondere reine Markenhändler arbeiten dafür mit den Autobanken der Herstellerkonzerne wie zum Beispiel Fiat oder BMW zusammen. Die Banken gehören zu den Konzernen und können ihren Kunden Kredite zu Sonderkonditionen anbieten, die oft niedriger sind, als die marktüblichen Zinsen. Das ist den Autobanken möglich, weil die Autokonzerne die Zinsen subventionieren, um den Absatz ihrer Produkte zu steigern.
Im besten Fall gewähren Banken einen Autokredit zu 0,00 % Zinsen, das heißt für den Kunden, dass er bei Inanspruchnahme eines solchen Kredites weder Zinsen noch Gebühren zahlen muss. Solche besonders günstigen Lockangebote bringen den Autohändlern Kundschaft auf den Hof und erhöhen den Fahrzeugverkauf. Der Händler muss bei diesen Angeboten auch einen Beitrag leisten und wird meist mit entsprechenden Werbekosten belastet, wenn ein Kunde diesen Kredit bekommt. Demzufolge ist der Händler dann eher nicht bereit noch weitere Rabatte auf das Auto zu gewähren, weil seine Marge sehr gering ist. Hinzu kommt, dass diese Sonderkonditionen auch immer an ganz bestimmte Bedingungen geknüpft werden. Meistens muss der Kunde 25 % anzahlen und die Laufzeit darf nicht mehr als 36 Monate betragen. Dementsprechend hoch ist dann die Rate und aus diesem Grund für viele Kunden nicht tragbar.
Eine andere beliebte Finanzierungsart beim Autokredit ist die Stockratenfinanzierung, die auch Schlussratenfinanzierung genannt wird. Hier zahlt der Kunde kleine Raten über die Laufzeit und als letzte Rate steht die Schlussrate, die dem Restwert des Fahrzeuges zu diesem Zeitpunkt entspricht. Der Kunde hat dann oft die Wahl, ob er diese Rate weiter finanziert, auf einmal bezahlt oder das Fahrzeug dem Händler zurück gibt.