Ausbildung am Porzellan: Porzellanmaler/in
Einige Personen haben schon eine sehr intensive Beziehung zum Porzellan, gerade wenn sie in einer der Porzellanmanufakturen selbst arbeiten. Da gibt es neben den auch überall üblichen Verwaltungsberufen, auch die, die künstlerisches und handwerkliches Verständnis voraussetzen.
Neben den Industriekeramikern und Figurenkeramformern, finden sich in angesehen Manufakturen für Porzellan auch die Manufakturporzellanmaler.
Dieser Beruf ist Ausbildungsberuf in den Unternehmen, die sich auch auf das professionelle Dekorieren von Weißporzellan verstehen.
Viele namhafte Porzellanmanufakturen, wie Meissen, Rosenthal, Fürstenberg und Arzberg, um nur einige zu nennen, können auf Jahrzehnte-, ja Jahrhundertlange Traditionen im Porzellanhandwerk zurückblicken. Viele haben Porzellanarten mitentwickelt und Maschinen erfunden, die die Herstellung von Porzellan erst ermöglichten.
Im eigenen Interesse lag es natürlich diesen Manufakturen schon sehr früh, eigene fähige Mitarbeiter auszubilden und sich somit erfahrene Fachkräfte heranzuziehen.
Viele Firmen betrieben schon früh eigene Zeichenschulen und die Lehrlinge erhielten Unterricht im Zeichnen und Malen, aber auch in der Materialkunde
Oft wurden gezielt bereits tätige Gesellen und auch Lehrlinge aus der Produktion, den erfahrenen Manufakturisten beigestellt, um ihre Fertigkeiten zu idealisieren.
Viele pädagogische Ideen und Unterrichtsinhalte haben sich in den traditionsreichen Manufakturen bis heute erhalten und bewährt.
Das Neue und Alte als Basis einer guten Ausbildung zu sehen, ist in den großen Manufakturen die Maxime, die oft in werkseigenen theoretischen und praktischen Schulen durchgeführt werden.
Wer heute Porzellanmaler werden möchte, sollte über überdurchschnittliches zeichnerisches Können oder über sehr gute Ansätze im plastischen Gestalten verfügen.
Eine oft mehrtägige Eignungsprüfung entscheidet über eine Aufnahme um die begehrten Ausbildungsplätze in den Zeichenschulen.
Im ersten Jahr der Berufsausbildung wird ausschließlich in den Zeichenschulen gelehrt.
Grundfertigkeiten im Zeichnen, der Malerei und Naturstudien darzustellen, stehen hier im Vordergrund. Die Ausbildungszeit ist schwer und anspruchsvoll, ist aber nichts gegen die Herausforderungen im späteren Berufsleben eines Porzellanmalers, der seine künstlerischen Höchstleistungen erst mit ca.10jähriger Berufserfahrungen erreicht.
T. Maue