Astrologie und Wahrsagerei aus dem Blickwinkel der Bibel
Die Astrologie ist ungefähr so alt wie die Menschheit. Schon in der Bibel ist von Personen die Rede, die Astrologie betrieben oder sich Rat suchend an Wahrsager und Hellseher wandten.
Gott hat schon immer davor gewarnt, sich auf astrologische Hilfe welcher Art auch immer zu verlassen. Im Alten Testament ist beispielsweise von König Saul die Rede, der eine Magierin aufsuchte, damit diese geistigen Kontakt zu Samuel dem Propheten herstellt. Tatsächlich erscheint der Betreffende dann auch als Geist. Doch Saul hat diese Begebenheit ins Unglück gestürzt. Denn der erschienene Prophet kündigte Saul dessen Tod am nächsten Tage an. Tatsächlich nahm sich der König am nächsten Tag das Leben (1. Samuel Kap. 38ff.).
Auch der babylonische König Nebukadnezar beschäftigte an seinem Hof einen ganzen Tross an Magiern und Sterndeutern. Trotzdem wurde von dem jungen Daniel berichtet, der allein durch das Vertrauen auf Gott den Astrologen in allen Belangen überlegen war (Buch Daniel).
Und so sind weitere Bibelstellen vorhanden, die deutlich davor warnen, sich auf spiritistische Hilfe jedweder Art zu verlassen:
„Und die Person, die sich zu den Totengeistern und zu den Wahrsagern wendet, um ihnen nachzuhuren, gegen diese Person werde ich mein Angesicht richten” (3 Mo 20,6)
und:
„Es soll unter dir niemand gefunden werden, der seinen Sohn oder eine Tochter durchs Feuer gehen lässt, keiner, der Wahrsagerei treibt, kein Zauberer oder Beschwörer oder Magier oder der die Toten befragt. Denn ein Gräuel für den Herrn ist jeder, der diese Dinge tut.” (5 Mo 18, 10-12)
Es ist nicht die Absicht Gottes, die Menschen mit diesen Vorgaben zu ängstigen oder einzuschränken. Sein Ziel ist es, die Menschen vor Magie, Astrologie oder Hellseherei zu schützen. Denn dem Beispiel Sauls, der sich das Leben nahm, sind auch in moderner Zeit viele Beispiele gefolgt. Es gibt leider genügend Beispiele von Menschen, die in eine richtig gehende Astrologie-Sucht verfallen sind. Hören Sie bei dem einen Astrologen etwas Negatives, suchen sie zehn weitere Astrologen auf, um wieder gute Nachrichten über sich zu hören. Auf diese Weise sind schon ganze Familien auseinander gebrochen. Zudem sind die Fehlvorhersagen teilweise spektakulär. Deutschland bekanntester Astrologe Winfried Noe kündigte noch 1998 an, dass Helmut Kohl noch einmal die Wahl gewinnen würde. Auch dem FDP-Politiker Jürgen Möllemann bescheinigte er ein glorreiches Comeback. Bekanntlich stürzte sich Möllemann kurz danach aus einem Flugzeug, ohne den Fallschirm zu öffnen.
Es ist schlichtweg unseriös, sich auf astrologische Ergebnisse oder die Informationen von Wahrsagern zu verlassen. Gott hat zudem das Anliegen, dass sich die Menschen ihm zuwenden und ihm vertrauen. Er möchte sich fürsorglich um diejenigen kümmern, die an ihn und seinen Sohn Jesus Christus glauben. Es erfreut Gott nicht, wenn die Menschen den Sternen mehr vertrauen als ihm. Auch darauf geht die Bibel bereits ein:
“Sie, welche die Wahrheit Gottes in die Lüge verwandelt und dem Geschöpf Verehrung und Dienst dargebracht haben statt dem Schöpfer, der gepriesen ist in Ewigkeit.” (Römer 1,25)
Man sollte diese Dinge durchaus ernst nehmen. Die Sterne können nichts über die Zukunft oder über das eigene Schicksal aussagen. Daran ändern auch Zufalltreffer nichts. Vor allem ist das oberste Ziel eines Astrologen immer Geld zu verdienen. Es ist nicht sein Anliegen, Ihnen persönlich zu helfen. Das Geschäft mit den Horoskopen ist ein Wirtschaftszweig geworden, der expandiert und auf möglichst hohe Profite angelegt ist. Dabei ist es ohne weiteres möglich durch Seelsorge professionelle und kostenlose Hilfe zu bekommen.
In der Bibel steht übrigens auch, welches der eigentliche Zweck der Gestirne ist:
„Der Herr hat die Sonne als Licht für den Tag bestimmt und den Mond und die Sterne als Lichter für die Nacht.“ (Jeremia 31,35)
Eckart Haase