Die Annuitätenfinanzierung
Das klassische Bankendarlehen wird in Fachkreisen auch Annuitätendarlehen genannt. Es ist die am meisten genutzte Finanzierungsform in Deutschland. Da immer noch der Großteil der deutschen seine Baufinanzierung bei eine niedergelassenen Bank vor Ort abschließt, wird auch das Annuitaetendarlehen sehr oft von den Banken vermittelt.
Verbraucherschützer sind der Ansicht, dass das Annuitätendarlehen Sicherheit und Transparenz in sich vereint. Denn die Kosten für das Darlehen sind bereits in der Angebotsphase klar definiert. Mit dem Finanzierungsangebot bekommt der Kunde nicht nur die Kreditzinsen, sondern auch einen Tilgungsplan übersandt. Aus diesem Tilgungsplan gehen zum einen die Kosten für die Zinsen und die Kosten für die Tilgung hervor. So weiß jeder Kunde bereits im Vorfeld, was an finanzieller Belastung auf Ihn zukommt.
Das Darlehen wird über eine einzige laufende Zahlung finanziert die so genannte Annuität. Sie besteht aus zwei Teilen: den Zinsen und der Tilgung. Die Zinsen stellen die Vergütung für die Bank da und die Tilgung die Rückzahlung des Darlehens. Wesentliches Merkmal des Annuitätendarlehens ist, dass die laufende Kreditrate immer gleich bleibend ist.
Zu Beginn der Finanzierung kann eine laufende Tilgung vereinbart werden. Dies geht ab 1% los und kann bis zu 10% der Darlehenssumme betragen. Während der Laufzeit des Darlehens steigt die Tilgung immer weiter aund die der Zinsanteil in der Rate sinkt. Dies liegt daran, dass immer derselbe Betrag an die Bank überwiesen wird, die Darlehenssumme immer kleiner wird. Somit sind auch weniger Zinsen fällig.
Die Zinsen können beim Annuitaetendarlehen fest vereinbart werden. Über die Zinsbindefrist wird mit der Bank eine Zeit vereinbart in der die Zinsen immer gleich bleiben. Dies können üblicherweise 5, 10, 15 oder 20 Jahre sein. Während dieser Zeit sind sowohl die Zinsen als auch die Monatsrate gleich.
© Robert Jacobi, Berlin 2006